Archiv für das Tag 'Inspiration'

Einfach genießen…

21. Juni 2010

Was für ein Clown von einer Katze! Auf jeden Fall ist sie mein großes Vorbild darin, das Leben einfach zu genießen.

Jugendhelden

20. Mai 2010

Ein verspäteter Abschied von Peter Steele, dem Sänger der Band Type O Negative.

Die Entdeckung von Metal und Hard Rock gehört eindeutig zu meinen liebsten Erinnerungen an die 90er Jahre. Wirklich wild war meine Jugend nicht, aber ein klein wenig Rebellion ließ sich zumindest durch den Musikgeschmack und die entsprechende Kleidung ausdrücken. Die Bands waren eher schwarz gewandet und die Mucke düster, das hat geholfen, den Pubertätsfrust abzureagieren. Und sicher war es auch identitätsstiftend.

Letzten Monat ist mit Steele eine faszinierenden Person aus dieser Zeit gestorben. Fand es ganz schön, ihn mit dem Video mit einem Lächeln und in einem so entspannten Moment in Erinnerung zu behalten.

Das irdische Paradies

19. Dezember 2009

BurneJones_Galerie

Ich habe das Paradies gesehen… es hängt zur Zeit in der Staatsgalerie Stuttgart. Die Ausstellung mit Werken des englischen Malers Edward Burne-Jones geht noch bis 7. Februar 2010 und ich kann sie sehr empfehlen!

Es sind wirklich eine Menge Arbeiten zu sehen, auch Wandteppiche und Vorstudien. Außerdem ist es immer wieder beeindruckend, wie farbintensiv und groß manche Bilder sind. Um meinen alten Kunst-Lehrer zu zitieren: “Eine Reproduktion ist nie so gut wie das Original!” Manches Detail wirkt aus einiger Entfernung völlig klar und scharf gezeichnet. Steht man dann auf armeslänge vor dem Werk, so wie es der Künstler beim Arbeiten gesehen haben muss, zeigt sich, dass es tatsächlich nur schemenhaft angedeutet ist.

Von der Königstraße nach Mordor

Die Ausstellungsmacher hatten im Vorfeld Kommentare von Leuten auf der Straße gesammelt. Die meisten waren wahrscheinlich weder mit dem Maler noch mit der Epoche vertraut und fühlten sich in seinen Bildern etwa an die Herr der Ringe Filme oder sogar an Comics erinnert. Burne-Jones Werke zeigen in der Tat Szenen aus Mythen oder Stoffen wie der Artussage. Künstlerisch wird er der Bewegung der Präraffaeliten zugeordnet. Im englischsprachigen Wikipedia-Eintrag zu diesen wird sogar starkt vermutet, dass seine Arbeiten den jungen Autor des Hern der Ringe, J.R.R. Tolkien, beeinflusst haben.

Abseits vom Alltag

Mir gefällt die nachdenkliche bis düster traurige Stimmung vieler Werke der Präraffaeliten wie auch der Symbolisten. Hinter dem Dargestellten verbirgt sich immer ein Thema, eine Geschichte, die es zu entschlüsseln gilt. Da geht es um Liebe und Tod, Ritterlichkeit, Wagnis, Loyaliät und Glaube. Das mag in unserer Zeit ziemlich angestaubt klingen und kitschig. Oder eben nach einem Kassenschlager wie den Tolkien oder Marvel-Comic Verfilmungen. Allen gemein sind ihre Helden. Ich glaube, Filme mit diesen Themen funktionieren, weil sie eine Sehnsucht in uns nach einem bedeutungsvolleren Leben ansprechen. Dort geht es um elementare Entscheidungen, nicht um Banales. Von dem haben wir im Alltag schon genug. Tee oder Kaffee? Die blaue Hose oder die schwarze? Burne-Jones’ Charaktere stehen vor schwerwiegenderen Wendungen. Ein wenig wie Spiderman oder die Hobbit-Gefährten.

Stellt sich noch die Frage, ist es Eskapismus, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen? Flucht aus der Reallität? Oder vielleicht ein Weg, sich tatsächlich ein “irdisches Paradies” zu erdenken. Die Ausstellung jedenfalls ist zauberhaft schön.

Disco dancing Ohrwurm

22. November 2009

“Heavy Cross” von The Gossip geht mir gerade einfach nicht mehr aus den Ohren. Mir gefällt die Energie, die der Song ausstrahlt und mich zum Mitwippen bringt.

Über Sängerin Beth Ditto ist dieses Jahr schon viel geschrieben worden, meist im Zusammenhang mit ihrer Körperfülle. Sie ist auf jeden Fall ein Mensch der auffällt, der nicht gerade den bequemen Weg geht und (vielleicht eben deshalb) momentan mit ihrer Band ziemlich erfolgreich ist. Ich glaube, mit ihren starken Auftritten kann sie Frauen Mut machen, selbstbewusster zu sich und dem eigenen Körper zu stehen.

Zeichne ‘nen Vogel

15. Juli 2009

DrawingTheMotmot

Ausschnitt einer Zeichnung von Debby Cotter Kaspari auf ihrem Blog "Drawing The Motmot"

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Nach langer Pinselabstinenz habe ich die Tage endlich wieder mit einigen kleinen Skizzen angefangen. Also Bilder aus einem Bestimmungsbuch für Vögel abgezeichnet und mit wasserlöslichen Farbstiften und Aquarellfarben ergänzt. Linien habe ich mit Bleistiften und Füller gezogen.

Keine Spontanmeisterwerke, aber das Malen und Zeichnen an sich war schön entspannend. Und das, obwohl das genaue Hinsehen und die Umsetzung auf dem Blatt eine Übung in Konzentration sind.

Am Abend bin ich im Netz über ein paar beeindruckend plastische (Vogel-)Zeichnungen der Künstlerin Debby Cotter Kaspari gestoßen. In ihrem Blog Drawing The Motmot hat sie einen Text mit dem bezeichnenden Titel “Draw a bird, own a bird” dem ich absolut zustimme. Mit dem Zeichnen prägt sich das Gesehene viel stärker ein. Und das schnelle Skizzieren eines sich bewegenden Objektes schult das Auge, die wesentlichen Merkmale zu erfassen.

In diesem Sinne: üben, üben, üben… Übrigens, Motmots werden auch als Sägeracken bezeichnet. Was für ein häßlicher Name für so aparte Vögel.

Buhu, der Uhu

6. Juli 2009

Eule

Zugegeben, er schaut griesgrämig drein, der dicke Eulerich. Nennen wir ihn einmal Buhu, den Uhu. Irgendwie muss er ja heißen. Er meint, er sei eher der intellektuelle Typ und fühlt sich dafür zu geblümt geraten. Mais, c’est la vie.  Jetzt ist er eben Pinky & Brain in einem. Solange er nicht plant, eines Tages die Weltherrschaft an sich zu reißen, darf er grummeln.

Schließlich wurde Buhu mit den besten Absichten ersonnen. Er basiert auf der LollyChops Anleitung für Abraham Owl, der sein “Aufwachsen” sehr niedlich selbst beschrieben hat. Buhu wird nicht mögen, dass ich das erzähle, aber in seinem tiefsten inneren hat der Eulenmann Daunenfedern aus einem alten Kopfkissen. So träumt er hoffentlich wenigstens gut. Nach dem Umfüllen sah es im Zimmer dafür aus wie nach einer Kissenschlacht.

Aber mal ehrlich, Eulen sind tolle Tiere. Allein dieser Blick, von weise bis unheimlich bis völlig ulkig. Eine, die das auch sehr schön einzufangen weiß, ist Ule aus der Töpferei Eulenton.

2005 war der Uhu Vogel des Jahres. Auf der zugehörigen Seite des NABU kann man sich den Ruf des Uhus anhören. Klingt doch schon wie ein “Buhu”.

Skulpturen von Axel Luther

2. März 2008

SchafskulpturAuf der Suche nach Drachen bin ich vor einiger Zeit über die Seite des freischaffenden Künstlers Axel Luther gestolpert. Vor allem seine Tierskulpturen in den verschiedenen Materialien haben mir gut gefallen. Sie sind in der Darstellung realistisch, aber nicht sklavisch genau. Alle haben einen starken Ausdruck, eine innere Spannung oder Bewegung inne.

Ich glaube, mir gefällt dieses Art Kunst, weil sie kein Stück eingebildet ist. Die Stücke passen sicher viel besser raus in die Natur als in ein schickes Museum.

Und ich finde es sehr spannend zu sehen, wie ein Künstler mit verschiedenen Werkstoffen experimentiert. Mehr dazu auf: www.lutherart.de

Henry Moore

15. Januar 2008

Henry Moore, Two Large FormsBeim der Frage “Kann man Kunst erlernen?” musste ich an eines unserer Schwerpunktthemen auf dem Weg zum Abi denken: Henry Moore. Innere und äußere Form, die Natur als Vorbild der Kunst, die Materialgerechtigkeit, seine Maquetten und die Shelter Drawings aus den Londoner U-Bahn Schächten während des 2. Weltkriegs. Lauter Stichworte, die mir gleich wieder einfallen sind. Wir haben diesen Künstler richtig gut kennengelernt. Sicher sind seine großen Landschftsskulpturen auch so beeindruckend, aber das Hintergrundwissen hilft doch, sie tiefer zu verstehen. Ich würde also sagen, man kann Kunst auf jeden Fall wertschätzen lernen.

Das Bild zeigt “Two Large Forms” vor dem ehemaligen Bundeskanzleramt in Bonn. Diese Arbeit von Moore zu beschreiben war Teil unseres schriftlichen Kunst-Abis.

Bildende Kunst

5. Januar 2008

Eine Arbeit meines Lehrers Hr. FabritiusKann man Kunst erlernen? Und dann mit Noten bewerten? Die Existenz des Schulfachs “Bildende Kunst” lässt dies vermuten.

Aus meiner eigenen Schulzeit am HHG ist mir Kunst auf jeden Fall als das Fach in Erinnerung geblieben, das uns am meisten Freiheit während des Unterrichts gelassen hat: Wenn nicht gerade ein Referat gehalten wurde oder der Lehrer bzw. die Lehrerin etwas erzählte, konnten wir uns im Raum frei bewegen. Wir durften in gemäßigtem Tonfall mit unseren Nachbarn reden und mussten nur zusehen, rechtzeitig mit unseren Arbeiten fertig zu werden. Die Zeiteinteilung lag bei uns. Ich hatte Kunst als Leistungskurs und selbst während unserer praktischen Abi-Prüfung (’98) wurde sich rege unterhalten. Ein absolut lockeres Fach! … und damit also nur ein Luxus für faule Schüler? Den ganzen Beitrag lesen »

Rivers and Tides

5. Januar 2008

Andy GoldsworthyEin Freund hatte mir zu Weihnachten den Film “Rivers and Tides” geschenkt. Er zeigt den englischen Künstler Andy Goldsworthy bei der Arbeit.

Schon seine fertigen Werke sind faszinierend, denn Sie entstehen im Kontext mit ihrer Umgebung. Sie sind überraschend und sehr ästhetisch, wie ich finde. Den Mann nun bei seiner wirklich harten Arbeit zu sehen, gibt seiner Kunst nochmal zusätzliches Gewicht.

Dass die Dinge, die er erschafft vergänglich sind, gehört zu seiner Methode. Trotzdem leidet man richtig mit, wenn etwas, an dem er gerade bei Eiseskälte oder im strömenden Regen tüftelt, nun schon zum dritten Mal in sich zusammenfällt.

Was macht seine Kunst zur Kunst? Den ganzen Beitrag lesen »

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