Selbständigkeit

Alles auf Anfang

29. August 2011

Und wieder einmal zeigt sich: das Leben ist das, was passiert, während wir eifrig dabei sind, Pläne zu machen.

Anfang des Jahres hatte ich die Entscheidung zu einer Selbständgikeit als Texterin getroffen. Doch irgendwie wollte sich nach der anfänglichen Hochstimmung keine wirkliche Zufriedenheit mit der Wahl einstellen.

Viele Gespräche und Abwägungen später blieb es letztlich bei dem Aufbruch in ein Leben als Unternehmerin. Doch heute stehe ich mitten in den Planungen für eine eigene Keramikwerkstatt. So hat das, was lange in mir arbeitete, endlich die nötige Kraft gefunden, in den Vordergrund zu treten. Und ganz wie von selbst hat sich auch Zufriedenheit und Vertrauen in das eigene Können eingestellt. Alles wird gut, auch wenn dieser Weg nicht minder steinig wird.

Anfang September geht es richtig offiziell los, bis dahin soll sich auch meine Website hier in den Webauftritt der neuen Töpferei verwandeln. Und zum 3. September gibt’s in Waltershausen direkt eine Veranstaltung mit Musik und Kunsthandwerk, bei der ich mitwirke: den “Sommernachtstraum in der alten Puppenfabrik“.

Es gibt also noch einiges zu tun…

Rework – selbstbewusst anders

21. Februar 2011

Nachdem mich eine Magenverstimmung die Tage etwas aus der Bahn geworfen hat, komme ich heute wenigstens mal wieder zum Bloggen.

Vor ein paar Wochen hab ich das Buch “Rework. Business intelligent & einfach” von den Gründern der Softwarefirma 37Signals gelesen. Da ich mich ja gerade selbst mit dem Thema Existenzgründung auseinandersetze war’s eine passende Lektüre.

Fried und Hansson haben mit ihrer unkonventionellen Art und nicht zuletzt ihrem Erfolg schon vor ein paar Jahren von sich reden gemacht. Das aktuelle Buch steht dem in nichts nach. Es ist in sehr viele kleine Kapitelchen unterteilt, die oft nur zwei, drei Seiten lang sind. Eigentlich besteht der gesamte Text aus einer Ansammlung von Aufrufen. Etwa:

“Pour yourself into your product” (Lassen Sie Ihre Persönlichkeit in Ihr Produkt einfließen) oder “Meetings are toxic” (Treffen sind Gift).

Kurz und knackig und mit mächtigem Selbstbewusstsein präsentieren die beiden ihre Erfolgsstrategie. Auch wenn ich mich nicht auf alle ihre Ratschläge verlassen würde, so fand ich es sehr anregend, jemand aus der Praxis plaudern zu hören. Die sieht bekanntlich oft sehr anders aus als jede Theorie, meistens chaotischer.

Besonders gut hat mir folgender Ratschlag gefallen:

Beginnen Sie im Epizentrum “Wenn Sie etwas Neues Anfangen, kommen zahlreiche Kräfte ins Spiel, die Sie in ganz unterschiedliche Richtungen ziehen. [...] Wenn Sie zum Beispiel einen Hotdog-Stand eröffnen wollen, können Sie sich Gedanken über die Würzsoßen, den Imbisswagen, den Namen und die Dekoration machen. Aber zuallererst sollten Sie an den Hotdog denken.”

Abgesehen davon, dass mein Magen in nächster Zeit maximal leichte Kost und weder Thüringer Bratwurst noch Hotdogs zu sehen bekommen wird, scheint es mir wichtig, den Fokus der Unternehmung nicht aus den Augen zu verlieren. In letzter Zeit habe ich mich durch eine Reihe von Infomaterialien gewühlt:  Hilfen beim Businessplan, Hintergründe zur Künstlersozialkasse, Förderprogramme, Buchhaltungsseminare und was noch alles. Dabei musste ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, was ich nun konkret suche.

Vielleicht sollte ich mir ein paar der plakativen Rework-Regeln an die Pinnwand hängen.

Work in progress

18. Januar 2011

Endlich entschieden

Das Jahr hat schwungvoll begonnen. Im Spatz gab es zu Silvester ausnahmsweise keine geschlossene Gesellschaft, so dass wir von der KoWa die Kneipe ganz für uns alleine hatten. Wir haben die Gelegenheit genutzt, tanzend ins neue Jahr zu gleiten, mit viel Musik und netten Menschen um uns herum.

Vielleicht hat dieser gute Start dazu beigetragen, dass ich 2011 etwas ganz Neues wage. Ich möchte mich als Texterin selbständig machen. Die Entscheidung fiel nach dem Dreikönigstag. Seitdem bin ich einerseits sehr erleichtert, endlich Klarheit über mein Ziel zu haben. Andererseits erfüllt es mich auch mit freudiger Spannung, was nun alles zu tun ist. Eine Existenzgründung will schließlich gut durchdacht sein.

 

Keramik vs. Text
Es fühlt sich jedenfalls sehr gut an, nun auf etwas hinarbeiten zu können und nicht mehr länger pro und contra Argumente abzuwägen. Das Vorhaben Selbständigkeit kam mir in den letzten Monaten immer häufiger in den Sinn. Da war immer noch meine zweite Liebe, die kunsthandwerkliche Arbeit mit Ton. Doch wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um ein Handwerk. Für eine eigene Keramikwerkstatt wären noch viele Hürden zu nehmen. Eine gewisse Kunstfertigkeit sollte erreicht, ein eigener Brennofen sowie ein Marktstand vorhanden sein. Nicht auszuschließen, dass ich das noch erreiche.

Doch jetzt und heute bin ich schlicht in der Beschäftigung mit dem Thema „Text“ viel weiter – und hänge ebenso an dieser Tätigkeit. Da gibt es einen roten Faden, der sich von der Schule über Praktika, Arbeit und Freizeit durchzieht. Da gibt es ein Umfeld an Leute, die aus der Branche oder nahen Berufen kommen.

 

Auf dem Weg
Wenn es um das Erstellen oder die Arbeit mit Texten geht, fühle ich eine Sicherheit und ebenso Neugier, die richtig Freude und Lust auf mehr davon macht. Ich weiß, dass ich nicht perfekt bin und noch viele Dinge zu lernen habe. Alles andere wäre langweilig oder anmaßend. Es gibt noch viel zu tun, ich freue mich sehr auf die nächsten Schritte.